Abstrafe / Abstrafen
Abstrafe oder Abstrafen bezeichnet im BDSM-Kontext die Bestrafung einer untergeordneten Person, häufig eines Bottoms oder Sklaven, als Reaktion auf als unzureichend empfundene Leistungen, Regelverstöße oder Ungehorsam. Die Maßnahme erfolgt innerhalb einer zuvor vereinbarten Rollen- und Machtdynamik.
Die Bestrafung kann körperlicher oder nicht-körperlicher Art sein und ist häufig, jedoch nicht zwingend, mit Schmerz verbunden. Ziel ist es, Konsequenzen innerhalb der vereinbarten Struktur erfahrbar zu machen und Verhaltensregeln zu unterstreichen.
Typische Formen der Abstrafe können der Einsatz von Hilfsmitteln wie Rohrstock, Paddel oder Peitsche sein. Darüber hinaus sind auch andere Strafmaßnahmen möglich, etwa Einschränkungen, zusätzliche Aufgaben oder der Entzug von Privilegien. Art, Intensität und Ausgestaltung richten sich stets nach den individuellen Absprachen, Grenzen und der jeweiligen Ausprägung der Session.
Züchtigung bezeichnet allgemein eine strafende oder disziplinierende Behandlung, bei der körperlicher Schmerz, Einschüchterung oder psychischer Druck eingesetzt werden. Historisch war der Begriff vor allem mit körperlichen Strafen wie Prügelstrafen verbunden. Heute wird er meist in historisch-rechtlichen, religiösen oder BDSM-bezogenen Zusammenhängen verwendet und ist außerhalb klarer Einvernehmlichkeit problematisch.
Im BDSM kann Züchtigung als Rollen- oder Disziplinierungsakt inszeniert werden, etwa als consensual punishment. Dabei ist entscheidend, dass keine echte Gewalt vorliegt, sondern ein klar vereinbartes Spiel mit festen Grenzen, Sicherheitswort und Nachbesprechung. Praktiken mit Schlägen oder anderen schmerzhaften Reizen sollten nur mit Sachkenntnis, Rücksicht auf Körperstellen und ohne Gefährdung durchgeführt werden.